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Letzte Aktualisierung: 11.03.2010
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
im Jahr 2010

Für das Jahr 2010 gehen wir von folgenden Rahmenbedingungen aus:

  • Erholung der Weltkonjunktur; moderate Steigerung des globalen Bruttoinlandsprodukts (+2,7 %)
  • Schwaches Wachstum in den Industrieländern (+1,8 %)
  • Schwaches Wachstum in der Europäischen Union (+1,1 %); Wachstum in den USA (+2,6 %); moderates Wachstum in Japan (+1,3 %)
  • Deutlich positives Wirtschaftswachstum in Asien (ohne Japan) (+7,0 %) und Südamerika (+3,7 %)
  • Wechselkurs von durchschnittlich 1,40 US$ pro Euro
  • Ölpreis von im Jahresdurchschnitt 75 US$/Barrel

Die Weltwirtschaft erlebte im zweiten Halbjahr 2008 und im Verlauf des Jahres 2009 ihre tiefste Rezession seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Frühindikatoren deuteten am Jahresende 2009 verstärkt darauf hin, dass diese Talsohle durchschritten ist. Für 2010 erwarten wir einen durchschnittlichen Ölpreis von 75 US$/Barrel und einen Wechselkurs in Höhe von 1,40 US$ pro Euro. Eine Erholung der Weltkonjunktur und eine moderate Steigerung des globalen Bruttoinlandsprodukts (+2,7 %) werden das Jahr prägen. Die staatlichen Konjunkturprogramme haben bereits im Jahr 2009 ihre Wirkung entfaltet und werden Ende 2010 größtenteils auslaufen. In den Industrieländern wird das Wirtschaftswachstum 2010 noch schwach sein (+1,8 %). Ab 2011 rechnen wir global mit einer deutlichen Erholung. Ab 2012 erwarten wir, dass das vormalige Trendwachstum von über +3 % wieder erreicht werden kann.

Ausblick zum Bruttoinlandsprodukt 2010
(Reale Veränderung gegenüber Vorjahr)

Ausblick zum Bruttoinlandsprodukt 2010 (Balkendiagramm)

In Europa werden die Auswirkungen der Finanzkrise auf Grund anhaltender Schwierigkeiten bei der Kreditbeschaffung sowie durch höhere Arbeitslosigkeit und Konsumzurückhaltung weiterhin spürbar sein. Wir rechnen 2010 mit einem insgesamt schwachen Wachstum (+1,1 %). Im Vergleich dazu wird sich die deutsche Wirtschaft relativ gut erholen (+1,7 %), da die Exportnachfrage bei allmählich steigenden Investitionen wieder anzieht. Spanien und Irland werden sich auch noch 2010 in einer Rezession befinden. Trotz der konjunkturellen Aufhellung werden sich die Bauwirtschaft und die Automobilindustrie in Europa weiterhin schwach entwickeln. Mittelfristig erwarten wir für die Europäische Union ein moderates durchschnittliches Wirtschaftswachstum (+1,4 %).

Trends Bruttoinlandsprodukt 2010–2012
(Reale jährliche Veränderung im Durchschnitt)

Trends Bruttoinlandsprodukt 2010-2012 (Balkendiagramm)

In den USA wird die Wirtschaft im Jahr 2010 nach Ende der Rezession wieder wachsen (+2,6 %). Zu diesem Wachstum wird der private Inlandskonsum allerdings weniger beitragen als noch vor der Krise. Gründe hierfür sind die negativen Vermögenseffekte durch gefallene Immobilien- und Aktienpreise sowie die gestiegene Arbeitslosigkeit. Die massiven Konjunkturstützen der US-Regierung und niedrige Zinssätze werden den Aufschwung fördern. Allerdings werden die Möglichkeiten weiterer expansiver Fiskalpolitik zukünftig durch die stark gestiegene Staatsverschuldung eingeschränkt. Auf Grund einer Erholung des Konsums und der Investitionstätigkeit erwarten wir mittelfristig ein solides Wirtschaftswachstum (+2,8 %).

Die Wirtschaft in Asien (ohne Japan) wird im Jahr 2010 wieder kräftig wachsen (+7,0 %). Getragen wird der Aufschwung durch die enorme staatliche Nachfrage in China und durch die private Nachfrage in Indien. Positive Impulse für die Region erwarten wir außerdem vom Außenhandel. Mittelfristig rechnen wir pro Jahr mit einem hohen Wachstum des regionalen Bruttoinlandsprodukts (+7,1 %). Insbesondere die Bauwirtschaft und die Industrieproduktion wachsen stark.

Das Wachstum in Japan wird 2010 moderat ausfallen (+1,3 %). Obwohl nach wie vor eine gewisse Investitionszurückhaltung japanischer Unternehmen zu erkennen ist, werden sowohl die Inlandsnachfrage als auch der Export wieder stärker zunehmen. Mittelfristig erwarten wir ein solides durchschnittliches Wachstum (+1,5 %).

In Südamerika wird das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2010 deutlich positiv sein (+3,7 %). Dank einer soliden Binnennachfrage und der konjunkturellen Erholung der Weltwirtschaft wird die Region auch über den Außenhandel von wieder steigenden Rohstoffpreisen profitieren. Mittelfristig rechnen wir mit einem kräftigen jährlichen Wirtschaftswachstum (+3,6 %).

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