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Letzte Aktualisierung: 11.03.2010
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

Paper Chemicals

  • Anstieg von Umsatz und Absatz ausschließlich durch das in den Bereich einbezogene Ciba-Geschäft
  • Schwieriges Geschäftsumfeld in der ersten Jahreshälfte; Erholung im zweiten Halbjahr, ausgehend von niedrigem Niveau
  • Ergebnis der zusammengeführten Papiergeschäfte durch Integrationskosten, Abschreibungen und Restrukturierungsmaßnahmen negativ
  • Prognose 2010: Umsatz- und Ergebnisverbesserung durch Restrukturierung und rasche Integration der Ciba-Geschäfte

Paper Chemicals – Umsatz nach Regionen
(nach Sitz der Kunden)

Performance Products – Paper Chemicals – Umsatz nach Regionen (Tortendiagramm)

Der Bereich Paper Chemicals ist zum 1. April 2009 gegründet worden. Er besteht aus dem Papiergeschäft der BASF, das zuvor dem Bereich Acrylics & Dispersions zugeordnet war, sowie dem neu erworbenen Ciba-Papiergeschäft.

2009 erzielten wir einen Umsatz mit Dritten in Höhe von 1.326 Millionen € – eine Steigerung von 296 Millionen € im Vergleich zum Vorjahr. Die Integration des Ciba-Papiergeschäftes trug hierzu mit 479 Millionen € bei. Damit ist der Anstieg des Umsatzes ausschließlich auf das seit April 2009 in den Bereich einbezogene Ciba-Geschäft zurückzuführen (Mengen –11 %, Preise –7 %, Portfoliomaßnahmen 46 %, Währungen 1 %).

Das Geschäftsumfeld war insbesondere im ersten Halbjahr schwierig. Erst in der zweiten Jahreshälfte setzte – ausgehend von einem niedrigen Niveau – eine langsame, aber stetige Erholung der Papierindustrie ein, die seit Jahren von strukturellen Problemen wie Überkapazitäten und rückläufiger Nachfrage geprägt ist. Die Auswirkungen der generell schwächeren Nachfrage waren in allen regionalen Geschäftseinheiten zu spüren. Besonders in Europa und Nordamerika verstärkte die wirtschaftliche Krise den rückläufigen Trend. In beiden Regionen standen wir vor der Herausforderung, unsere Kapazitäten der erheblich niedrigeren Nachfrage anpassen zu müssen. Im asiatischen Markt verringerte sich der Absatz unserer Produkte im Zuge der Wirtschaftskrise vor allem in der ersten Jahreshälfte. Im zweiten Halbjahr verzeichneten wir insbesondere in China wieder einen Anstieg der Nachfrage. Nach einem schwachen Start erholte sich der Markt in Südamerika langsam im Verlauf des Jahres. Insgesamt konnten die Margen trotz rückläufiger Preise gehalten werden.

Bei Kaolinmineralien führte die anhaltend schwierige Marktsituation in der Papierindustrie zu einem deutlichen Absatz- und Umsatzrückgang. Das Geschäft war zusätzlich durch hohe Energie- und Frachtkosten belastet.

Den aus der niedrigeren Kapazitätsauslastung resultierenden Aufwand haben wir durch striktes Kostenmanagement teilweise ausgeglichen. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit der zusammengeführten Papiergeschäfte wurde durch hohe Integrationskosten und durch den Aufbau der Strukturen im neu geschaffenen Bereich gemindert. Durch Abschreibungen und Restrukturierungsmaßnahmen fielen 2009 zusätzlich erhebliche Sondereinflüsse an. Insgesamt war das Ergebnis negativ.

Für 2010 erwarten wir weiterhin ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der Papierindustrie. Durch Überkapazitäten und Portfolioanpassungen bei unseren Kunden wird sich der Druck auf unser Geschäft weiter erhöhen. Gleichzeitig rechnen wir mit steigenden Rohstoffpreisen, die nicht vollständig an den Markt weitergegeben werden können. Die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen und die rasche Integration des Ciba-Geschäftes werden zu einer Verbesserung von Umsatz und Ergebnis im Jahr 2010 beitragen.

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