Luft und Boden

Wir wollen Emissionen aus der Produktion in die Luft weiter senken, Abfälle vermeiden und den Boden schützen. In globalen Richtlinien haben wir uns dazu Standards gesetzt. Sofern sich bei Abfällen keine Verwertungsmöglichkeiten bieten, entsorgen wir diese ordnungsgemäß und umweltgerecht.

Die Grafik stellt die verschiedenen Stationen entlang der Wertschöpfungskette dar. Das jeweils hellblau hervorgehobene Feld zeigt an, welche Station im jeweiligen Kapitel thematisiert wird. (hier: BASF, Kunden) (Grafik)

Strategie

  • Regelmäßige Kontrolle der Emissionen in die Luft
  • Fachgerechte Entsorgung von gefährlichen Abfällen

Die regelmäßige Kontrolle der Emissionen in die Luft ist Teil unseres Umweltmanagements. Neben Treibhausgasen erfassen wir Emissionen luftfremder Stoffe in die Atmosphäre. Die umfassende Analyse der Emissionen bildet die Grundlage unserer Klimaschutzaktivitäten.

Unser Rohstoffverbund hilft uns dabei, Abfälle zu vermeiden oder zu vermindern. Zur Überprüfung externer Entsorgungsbetriebe führen wir regelmäßig Audits durch und stellen dadurch die fachgerechte Entsorgung sicher. Damit leisten wir auch einen Beitrag zum vorsorgenden Bodenschutz und verhindern, dass Abfälle von heute zu Altlasten von morgen werden. Wenn an aktiven und ehemaligen BASF-Standorten Schäden in Boden und Grundwasser entstanden sind, werden geeignete Sanierungsmaßnahmen systematisch auf Basis geltenden Rechts und aktueller technischer Standards geprüft und wenn erforderlich umgesetzt.

Luftemissionen

  • Emissionen in die Luft leicht gesunken

Die absoluten Emissionen luftfremder Stoffe aus unseren Chemieanlagen betrugen im Jahr 2019 25.130 Tonnen 1. Die Emissionen von ozonabbauenden Substanzen nach dem Montreal-Abkommen lagen 2019 bei 28 Tonnen (2018: 19 Tonnen). Die Emissionen von Schwermetallen 2 betrugen 2019 2 Tonnen (2018: 2 Tonnen).

Unser Produktportfolio enthält eine Vielzahl an Katalysatoren, die im Automobilsektor und in der Industrie eingesetzt werden, um die Emission von Luftschadstoffen zu reduzieren.

1 Im Rahmen der Umsetzung der BASF-Strategie haben wir Anpassungen in der Berichterstattung zu den Umweltberichtsgrößen vorgenommen und die Werte für 2018 gemäß den neuen Vorgaben für eine bessere Vergleichbarkeit aktualisiert (siehe Daten).

2 Schwermetalle sind in der Zahl für Stäube enthalten (siehe Tabelle „Emissionen in die Luft“).

Emissionen in die Luft (Tonnen)

Luftfremde Stoffe aus dem BASF-Geschäft

2019

2018 a

a

Im Rahmen der Umsetzung der BASF-Strategie haben wir Anpassungen in der Berichterstattung zu den Umweltberichtsgrößen vorgenommen und die Werte für 2018 gemäß den neuen Vorgaben für eine bessere Vergleichbarkeit aktualisiert.

CO (Kohlenmonoxid)

3.530

3.778

NOX (Summe Stickoxide)

10.534

11.130

NMVOC (Flüchtige organische Kohlenstoffverbindungen ohne Methan)

4.496

5.391

SOX (Summe Schwefeloxide)

1.982

1.926

Stäube

2.410

2.377

NH3 (Ammoniak) und sonstige anorganische Stoffe

2.178

2.264

Summe

25.130

26.866

Umgang mit Abfall und Altlasten

  • Gesamtmenge der Abfälle leicht erhöht
  • Systematische Bearbeitung von Altlasten

Wir wollen Abfälle weitestgehend vermeiden. Ist eine Vermeidung nicht möglich, prüfen wir im Sinne einer Kreislaufwirtschaft die Möglichkeiten zur stofflichen oder energetischen Verwertung von Abfällen. Die BASF-Verbundstrukturen werden dabei für ein effizientes Abfallmanagement genutzt. Ab 2019 werden in der Abfallbilanz der BASF-Gruppe auch alle Stoffströme berücksichtigt, die aus Bautätigkeiten stammen und in der Regel einer stofflichen Verwertung zugeführt wurden. Bis 2018 wurden nur gefährliche Abfälle aus Bautätigkeiten berichtet. Entsprechend erhöht sich das im Jahr 2019 berichtete gesamte Abfallaufkommen im Vergleich zu 2018.

Abfallaufkommen der BASF-Gruppe (Millionen Tonnen)

 

2019

2018 a

a

Im Rahmen der Umsetzung der BASF-Strategie haben wir Anpassungen in der Berichterstattung zu den Umweltberichtsgrößen vorgenommen und die Werte für 2018 gemäß den neuen Vorgaben für eine bessere Vergleichbarkeit aktualisiert.

b

Die Klassifizierung der Abfälle in gefährliche und nicht gefährliche Abfälle erfolgt nach lokalen Vorschriften.

Gesamtes Abfallaufkommen

2,34

2,19

Verwerteter Abfall

0,99

0,80

Stofflich verwertet

0,45

0,28

Thermisch verwertet

0,54

0,52

Beseitigter Abfall

1,35

1,39

In Untertagedeponien

0,19

0,17

Auf Übertagedeponien

0,38

0,46

Durch Verbrennen

0,78

0,76

Klassifizierung des beseitigten Abfalls b

 

 

Nicht gefährlicher Abfall

0,43

0,45

Gefährlicher Abfall

0,92

0,94

Transportierter gefährlicher Abfall

0,28

0,28

Für unser Altlastenmanagement haben wir weltweit geltende Standards festgelegt. Ein globales Expertennetzwerk sorgt für die Umsetzung. Zur Sanierung von Altlasten erarbeiten wir Lösungen, die Natur- und Klimaschutzaspekte, Kosten und gesellschaftliche Verantwortung in Einklang bringen. Dabei handelt es sich stets um maßgeschneiderte Einzelfallentscheidungen, die auf rechtlichen Rahmenbedingungen und dem Stand der Technik basieren. Die für uns wesentlichen Standorte werden in einer Altlastendatenbank erfasst. Weltweit haben wir laufende Sanierungsarbeiten planmäßig vorangetrieben und die Planungen weiterer Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen.

Mehr zu Umweltschutz-Rückstellungen im Anhang zum Konzernabschluss:
Sonstige betriebliche Erträge / Sonstige betriebliche Aufwendungen
Sonstige Rückstellungen